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Im Nordosten der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, liegt die Kleinstadt Tomar, die seit Jahren auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Templer und Kreuzritter fanden sich früher in der Altstadt ein und die Festung wurde zum Ziel zahlreicher Eroberungsversuche.

Das Kloster Convento da Ordem de Christo war einst Ruhelager für abgekämpfte Kreuzritter, die von ihren Schlachtzügen aus dem Heiligen Land heimkehrten. Noch heute besitzt das Kloster einen mystischen Charme, der Besucher aus aller Herren Länder nach Portugal zieht.

König Manuel I. war Templer-Großmeister in Tomar
Die ersten Bauten des Klosters wurden bereits im 12. Jahrhundert begonnen, weitere Teile im 15. und 16. Jahrhundert angebaut.

Ein Tempelritter-Großmeister gab den Auftrag für die Erbauung des reich verzierten Klostergebäudes. Die späteren Teile stammen von Manuel I., König von Portugal und ehemaligem Großmeister des Ordens.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von dem manuelischen Stil, der zahlreiche Ornamente aus der Nautik einbezieht, so z.B. Schiffstaue, die auch an den Fenstern und anderem Zierrat der Gebäude zu sehen sind. Der Stil ist auch an anderen Bauwerken in Portugal zu finden.

Christliche und jüdische Spuren im mittelalterlichen Tomar
Auch die anderen sakralen Bauten, die in Tomar zu besichtigen sind, zeugen von der weit reichenden Geschichte Tomars und der Templer.

So ist die Kirche Santa Maria do Olival die Begräbnisstätte zahlreicher Tempelritter und im Zentrum befindet sich die gotische Kirche von Johannes dem Täufer (São João Baptista).

Nicht nur die christliche Religion hat ihre Spuren in der kleinen Stadt hinterlassen. Im 15. Jahrhundert wurde in Tomar eine Synagoge gebaut, die noch bis heute besteht. In den Bau flossen auch die gotischen Elemente ein, was die Synagoge besonders interessant macht. Heute beherbergt der gut erhaltene Bau, ein Museum über die jüdische Geschichte in Portugal.

Ribatejo vereint Ritterburgen und Weinlaunen
Tomar ist aber auch gleichzeitig in einer von Portugals Weinregionen gelegen. Die Provinz Ribatejo, wird regelmäßig vom Tejo überflutet und bietet großartige Voraussetzungen für den Weinbau. Dabei zählt längst nicht mehr Masse, also kann man auch hier einen schönen Tropfen zwischen den mittelalterlichen Anlagen genießen und dem emsigen Treiben auf den Straßen folgen.

Auch die nahe gelegene Stadt Santarém ist ein wunderschönes Ausflugsziel, wenn man also gerade in der Nähe ist, lohnt sich ein kleiner Umweg in die sagenumwobene Stadt Tomar. Die großartigen Bauwerke, die man hier findet, entschädigen für jede Extratour.