Santarem

Mittelalterliche Burg Santarem

Die Burg befand sich viele Jahre in arabischer Hand. Im Zuge der Kreuzritterkriege stürmten König D. Afonso Henriques (1112-1185) und seine Tempelritter im Jahre 1147 die Burg bei einem nächtlichen Angriff. Die Aktion ist in einem Manuskript historisch belegt, aufgezeichnet von Mönchen des Klosters “Santa Cruz” in Coimbra. In den Jahren 1171 und 1181 versuchte der maurische Kalif Yusuf I. sie zurückzuerobern, wurden aber erfolgreich abgewehrt.

Santarém ist die lebhafte Hauptstadt der Subregion Lezíria do Tejo (in der Region Lisboa e Vale do Tejo). Im Kontrast zum Alentejo erstrecken sich hier bis zum Horizont ausgedehnte grüne Ebenen, die oft vom Tejo überflutet werden. Die ganze Region ist stolz auf ihre Tradition in der Pferde- und Bullenzucht. Sehr berühmt sind die Stierkämpfe von Santarém und seine großen, jährlichen Landwirtschaftsmessen.

Die Stadt selbst besitzt interessante Sehenswürdigkeiten wie schöne Kirchen und den Garten ‘Jardim das Portas do Sol’, der von den mittelalterlichen Mauern der Stadt umschlossen wird und fantastische Aussichten über den Fluss und die weiten Ebenen bietet. Golegã ist eine ruhige, kleine Stadt, wo sich im November viele Besucher zur jährlichen Pferdemesse einfinden.

Die großen, fruchtbaren Ebenen, auch ‘Lezírias’ genannt, umschließen weitere besuchenswerte Orte wie Alpiarça mit seiner herrlichen Kirche und dem ‘Casa Museu dos Patudes’ (ein Museum mit einer prachtvollen Kunstsammlung und Dekor-Kacheln) oder Almeirim, das für seine guten Weine und besonders für seine ‘Sopa da Pedra’ (‘Steinsuppe’ aus Gemüsen und Fleisch nach der Legende vom Bettelmönch) berühmt ist.

Im gleichen Distrikt sollten Sie der kleinen, ruhigen Stadt Tomar mit ihrem Charme der engen, gepflasterten Altstadtgassen und schönen Gärten, die vom Fluss Nabão bewässert werden, einen Besuch abstatten.
Die Hauptattraktion von Tomar ist allerdings der ‘Convento do Jesús’, ein glanzvolles Mönchskloster mit Kirche, Kreuzgang und Kastell, gebaut in verschiedenen architektonischen Stilrichtungen, das im Jahre 1162 vom Großmeister des Tempelritterordens gegründet wurde.

In der Nähe von Tomar kann man sich auf dem großen Staudamm von Castelo de Bode, umgeben von kleinen, isolierten Dörfern und Eukalyptuswald, auch den Vergnügen des Wassersports und dem Sportfischen hingeben oder den Wallfahrtsort Fátima, der jährlich Tausende von Pilgern anzieht, besuchen.