Bernhard von Clairvaux

  • 954 schenkte der Graf von Ventimiglia den Äbten des Heiligen Honorats von Lerins ein großes Territorium. Dieses beinhaltete den Felsen von Seborga (Castrum Sepulcri zu jener Zeit genannt), die Kirche St. Michael in Ventimiglia, den Hafen am Fluß Roya und die Insel Goretti. Der Abt von Lerins wurde der erste Prinz von Seborga.
  • 1079 wurde das Fürstentum durch den Kaiser als ein “Fürstentum des Romanischen Reiches” geweiht (Vienna act n.2716/1770)
  • 1118 der Abt Prinz Edoard von Seborga weihte die ersten 9 Ritter des Heiligen Bernard von Clairvaux, namentlich Andre de Montbard, Hugues de Payns, Payen de Mont Didier, Geoffroy Bisol, Geoffroy de Saint-Omer, Hugues de Champagne, Archambaud de Saint Amand und die Äbte Gondemar und Rossal, als Nachfolger der Jünger Christi.

Diese Ritter wurden die ersten “Ritter des Tempels”, später auch weltweit als “Tempelritter” bekannt.

15 Großmeister der Tempelritter waren in den Folgejahren auch Prinzen von Seborga.

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Bernhard von Clairvaux und die Regeln des Ordens

Die Ordensregeln entwarf der heilige Abt Bernhard von Clairvaux, die damals markanteste Persönlichkeit geistigen Standes im Abendland. Wem oder welcher Sache war er verpflichtet? Die heute vorliegenden Dokumente beweisen den Einfluß des heiligen Bernhard – geistiges Haupt des Zisterzienserordens. Sie legen nahe, daß die neun Ritter von ihm gesandt waren.

Louis Charpentier führt in “Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres” eine Schwurformel der Tempelritter an.

Sie scheint den Eid der ersten Ritter wiederzugeben:

Ich schwöre, meine Rede, meine Kräfte und mein Leben in die Verteidigung des Bekenntnisses des in den Mysterien des Glaubens gegenwärtigen Gottes zu heiligen. Ich gelobe dem Großmeister des Ordens Unterwerfung und Gehorsam. Wenn die Sarazenen in christliches Land einfallen, werde ich übers Meer fahren, um meine Brüder zu befreien. die Hilfe meines Arms soll der Kirche und den Königen gehören im Kampf gegen die Heidenfürsten. Sind meiner Feinde nicht mehr als drei, so werde ich sie bekämpfen und niemals feige die Flucht ergreifen. ohne Beistand werde ich sie bekämpfen, wenn sie Ungläubige sind.

In einer Handschrift des Priors einer portugiesischen Provinz heißt es:

Ich…, Ritter des Ordens vom Tempel…gelobe…Unterwerfung unter dem Großmeister des Ordens, den Statuten gemäß, die uns vorgeschrieben sind von unserem Vater, dem heiligen Bernhard, …und daß ich den Ordensbrüdern, vor allen Dingen den Ordensbrüdern von Citeaux und ihren Äbten…, keine Hilfe versagen werde.

Folgende Aussage findet sich in einer Verteidigungsschrift eines gefangen gehaltenen Templers:

Heilige Maria, Mutter Gottes, verteidige Deinen Orden, der von deinem heiligen und teuren Bekenner, dem seligen Bernhard gegründet worden ist…

Ihm, Bernhard, also galt das Gelübde des Gehorsams, noch bevor es zur offiziellen Stiftung kam. Von ihm ging der Auftrag aus, der wohl mehr besagte als: bewacht die Straßen der pilgernden Christen.